Nuklear-medizin - Radiologie-Praxis Erding


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Diese Öffnungszeiten gelten nur für MRT/Kernspin Untersuchungen. Für alle anderen Untersuchungen Termine nur von Montag bis Freitag nach jeweiliger Terminvereinbarung.

Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin verwendet im diagnostischen Bereich radioaktive Substanzen zur Messung der Organfunktion und zur Lokalisation von Organen oder Organveränderungen.

Auch therapeutische Verfahren mit offenen Radionukliden kommen bei verschiedenen Erkrankungen zur Verwendung. Die Disziplin verfügt dabei über viele Jahrzehnte Erfahrung. Das Untersuchungsprinzip existiert bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts und hat – wie andere Fächer auch – noch erheblich von den technischen Verbesserungen und neuen Medikamentenentwicklungen im Laufe der Zeit profitiert.

Zur Untersuchung wird eine radioaktiv markierte Substanz, auch „Tracer“ genannt, in den Körper eingebracht (fälschlicherweise auch gerne als ‚Kontrastmittel‘ bezeichnet, von denen es sich allerdings erheblich unterscheidet). Dies geschieht in der Regel über eine intravenöse Injektion. Die angewandten Stoffe ähneln i. d. R. natürlich vorkommenden und damit nebenwirkungsfreien Substanzen, die im Körper verstoffwechselt werden. Der Körper erkennt diese kleinen Unterschiede nicht, weshalb er sie in die entsprechenden Prozesse einschleust. Ein häufig verwendetes Isotop mit sehr günstigen physikalischen Eigenschaften ist z. B. das Tc-99m, ein künstlich hergestellter Gammastrahler mit einer Energie von 140 keV und einer physikalischen Halbwertszeit von ca. 6 Stunden. Dieser lässt sich an verschiedene Substanzen koppeln, die dann den entsprechenden Stoffwechselweg nehmen. Die Mengen sind dabei so gering, dass sie den Stoffwechsel nicht beeinflussen. Die beim radioaktiven Zerfall austretende Gammastrahlung verlässt den Körper und kann mit Hilfe von Kameras gemessen werden. Mit ihnen können zwei- oder in speziellen Fällen auch dreidimensionale Bilder der Verteilung im interessierenden Organ oder Körper angefertigt werden.

Der Vorteil der Nuklearmedizin ist also eine Funktionsprüfung am lebenden Objekt im Gegensatz zu den rein bildgebenden Verfahren wie die Computertomographie oder die Kernspintomograhie (syn. Magnetresonanztomograhie). Die vorgenannten radiologischen Verfahren bilden sehr gut die Gewebestrukturen im Körper ab, der Funktionszustand ist dabei nicht oder nur sehr eingeschränkt zu beurteilen. In der Regel stützt sich die Aussage über die Funktion auf die Durchblutung.

Die bildgebenden Verfahren heißen Szintigraphie, Sonderformen sind die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) und SPECT (single photon emission computed tomography).

Die häufigsten nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren sind die Schilddrüsenszintigraphie, Skelettszintigraphie, Myokardszintigraphie, Nierenfunktionsszintigraphie und Lungenszintigraphie sowie die PET. Aber noch für viele weitere Fragestellungen existieren nuklearmedizinische Untersuchungen.

In unserer Praxis führen wir ausschließlich die Schilddrüsen-, Skelett- und Nierenfunktionsszintigraphie durch.

 

Was sollten Sie bei der Terminvereinbarung wissen und beachten:

  • Zum Untersuchungstag benötigen wir eine aktuelle gültige Überweisung für das laufende Quartal sowie Ihre Versichertenkarte.
  • Sofern es sich um Kontrolluntersuchungen handelt, bringen Sie bitte vorhandene Voraufnahmen mit, idealerweise auf CD. Wurde die Untersuchung in unserer Praxis durchgeführt, haben wir die Aufnahmen gespeichert und Sie müssen nichts weiter mitbringen.
  • Wenn Sie zum ersten Mal zu uns kommen, sind alte Befunde und Arztbriefe hilfreich, ohne die sich oft auftauchende Fragen oft nicht abschließend beantworten lassen.
  • Da es sich um Stoffwechseluntersuchungen handelt, sind teilweise lange Wartezeiten notwendig, da sich der Stoffwechsel nicht nach unserem heutigen Zeitplan richtet:
    Die Skelettszintigraphie benötigt von der Aufnahme Ihrer allgemeinen Daten bis zum Abschlussgespräch ca. 4 - 5 Stunden mit längeren Pausen, die Sie allerdings nicht komplett in unserer Praxis verbringen müssen. Näheres erfahren Sie bei der Terminvereinbarung.
    Für eine Nierenszintigraphie planen Sie bitte mindestens 2 Stunden für die gesamte Durchführung ein. Etwas Zeit können Sie sparen, wenn Sie bereits vor der Untersuchung ausreichend getrunken haben (1 Liter Wasser, den Sie innerhalb einer Stunde gleichmäßig trinken). Sofern Sie das möchten, teilen Sie uns das mit, und wir berücksichtigen das gerne bei der Terminvergabe.
    Eine Schilddrüsenszintigraphie dauert insgesamt etwa eine halbe Stunde. Sie ist nach Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln, wie sie üblicherweise in der CT verwendet werden, frühestens 6 Wochen nach dieser aussagekräftig, weshalb Sie uns am besten vorher mitteilen, ob kürzlich eine solche Untersuchung erfolgt ist. Da es noch weitere schilddrüsenwirksame Medikamente gibt, die die Aussagekraft der Untersuchung beeinflussen, fragen Sie uns im Zweifelsfall.
    In vielen Fällen sind Szintigraphien der Schilddrüse nicht notwendig, auch, wenn dies oft standardmäßig auf Überweisungen verlangt wird. Um unser Potential optimal einsetzen zu können ist es deshalb notwendig und sinnvoll, dass die Indikation in einem ersten Termin überprüft wird und die Untersuchung dann - falls sinnvoll - an einem zweiten Termin stattfindet. So bekommen Sie auch nur die Untersuchung, die Ihnen und Ihrem zuweisenden Arzt weiterhilft und diagnostisch wirklich notwendig ist.
  • Schwangere dürfen nicht untersucht werden
  • Vielfach hält sich das Gerücht, man dürfe nach einer Szintigraphie wegen der freigesetzten Strahlung keinen Kontakt zu Schwangeren oder Kleinkindern haben. Das stimmt in dieser Form nicht. Nach Injektion der radioaktiven Substanz wird nur eine kleine Menge an Strahlung freigesetzt, die gerade ausreicht, um die Aufnahmen anfertigen zu können, was in strengen Richtlinien vorgegeben wird. Bei der Schilddrüsenszintigraphie entspricht die Strahlendosis insgesamt etwa der einer Röntgenaufnahme. Sowohl hier wie auch bei der Nierenszintigraphie, bei der nur geringfügighöhere Dosen benötigt werden, verlassen die Substanzen den Körper auch sehr schnell wieder über den Urin, so dass nach kurzer Zeit kaum noch messbare Mengen abgegeben werden. Bei der Skelettszintigraphie ist aufgrund der längeren Untersuchungsdauer, des chemischen Eigenschaften des Tracers und des langsameren Stoffwechselweges eine größere Menge an Strahlung nötig. Während der Wartezeit halten Sie sich deshalb auch in speziell abgeschirmten Bereichen der Praxis auf. Dennoch handelt es sich auch hier um keine gefährdend hohen Dosen. Aus rein theoretischen Erwägungen heraus ist es sinnvoll, bis zum Abend keinen längeren unmittelbaren Kontakt mit Schwangeren und Kleinkindern zu haben, dennoch geht von Ihnen keine direkte Gefährdung dieser Gruppen aus.